Meine Coaching Ausbildung – Ein Rückblick

Diese Woche ging eine intensive, lehrreiche und großartige Zeit vorüber, in der ich sehr viel lernen durfte. Ich habe es geschafft. In dieser Woche konnte ich meine Coaching Ausbildung zum Systemischen Personal und Business Coach erfolgreich beenden und bin jetzt endlich offiziell durch die European Coaching Association zertifiziert. Ich bin total stolz auf mich, meine Leistung und meine Weiterentwicklung in den vergangenen Monaten und unglaublich glücklich über die wunderbaren Menschen, die diese Ausbildung so besonders gemacht haben.

Sehr häufig werde ich gefragt, warum ich mich für eine Coaching Ausbildung entschieden habe.

Schon seit ich denken kann, besitze ich das berühmte „Helfergen“. Mir wurde schon immer von meinem Umfeld großes Vertrauen entgegengebracht. Meine Empathie und auch mein offenes Ohr wird oft ganz vorne bei meinen Stärken genannt. Ein Gespür für andere Menschen haben und Zuhören kann ich also schon immer gut und auch meine Absicht zu helfen und dafür zu Sorgen, dass es dem anderen besser geht, war schon immer da. Heute weiß ich, dass das die optimale Haltung eines Coaches ist: Offen sein, zuhören und eine gute, empathische Verbindung zu seinem Klienten aufzubauen. Leider hatte ich früher selten das Gefühl, dass ich durch Zuhören und den einen oder anderen Ratschlag nachhaltig etwas verändern konnte. Die passenden Tools und Methoden haben mir gefehlt.

Dann, als ich Ende 20 war, begann ich mich mit den Themen Meditation und Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. Es kam sehr viel in Gang, ich las viele Bücher, begann Seminare zu besuchen und Podcasts zu hören und das Wichtigste: Das Gelernte auszuprobieren und umzusetzen. Für mich hat sich dadurch Vieles ins Positive verändert. Ich merkte wie gut es sich anfühlt sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und dadurch einfach erfüllter und zufriedener zu sein. Nach und nach ist der Wunsch in mir gewachsen auch andere Menschen dabei zu unterstützen, sich zu entfalten. Wenn dein eigenes Licht strahlt, kannst und willst du auch anderen etwas davon abgeben. Durch Laura Malina Seiler, deren Podcast mich schon eine Weile lang begleitet, bin ich auf das Thema Coaching gestoßen. Ich war direkt angetan von dieser Möglichkeit, anderen Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Die Vision war geboren. Ich erinner mich noch daran, wie unsicher ich war, aber ich hatte das Gefühl, dass es einfach der richtige Weg ist. Also bewarb ich mich im Sommer 2018 für die Coaching Ausbildung und konnte Ende September 2018 endlich starten. Die Unsicherheit und die Anspannung die ich im Vorfeld gehabt hatte verflog schnell: Schon nach meinen ersten 1:1 Coachings war mir glasklar: Genau das ist es, wofür mein Herz schlägt. Ich bin voll in meinem Element.

Nun schaue ich auf die vergangenen Monate zurück und bin unglaublich dankbar, diese Ausbildung gemacht zu haben. Ich habe die Coaching Ausbildung in Tübingen, in der Nähe von Stuttgart gemacht. Ich hatte noch 8 Mitstreiter und eine wundervolle Ausbildungsleitung. Ich hätte keine anderen Menschen auf diesem Weg auf meiner Seite haben wollen. Der wohlwollende, offene und liebevolle Umgang in dieser Gruppe und die Vielfalt an unterschiedlichen Charaktereigenschaften, Wissensschätzen und Lebenssituationen, die jeder einzelne eingebracht hat, haben die Ausbildung noch zusätzlich bereichert.

Sehr viel Praxiserfahrung – Aufbau und Inhalte der Ausbildung

Im Rahmen aller 12 Module haben wir zunächst immer die notwendige Theorie vermittelt bekommen und durften dann direkt in die Übung gehen, die Ausbildung beinhaltet einen sehr großen Praxisanteil. Das war einer der Gründe, wieso ich mich genau für diese Ausbildung entschieden habe. Wir haben sehr viel über die innere Haltung des Coaches, den Coachingprozess und über die systemisch-konstruktivistische Denkweise gelernt. Darüber, wie wichtig es ist, eine gute Verbindung zum Klienten aufzubauen. Offen zu sein. Gut zuzuhören. Ressourcenorientiert zu denken. Den Klienten seinen passenden Weg finden zu lassen. Nicht zu bewerten.

Die gemeinsame praktische Arbeit fand hauptsächlich in Dreiergruppen statt: Ein Coach, ein Klient und ein Beobachter. Wir hatten dadurch sehr viel Gelegenheit, zum einen eigene Coachingerfahrung zu sammeln, aber auch unsere eigenen Themen aufzuarbeiten und den Coachingprozess von außen kritisch zu betrachten. Dies hat alles sehr zu meiner Entwicklung beigetragen. Wir haben sehr viele verschiedene Methoden und Interventionen gelernt, den Klienten auf seinem Weg zu begleiten, beispielsweise durch das Innere Team, das Seitenmodell, die Disney-Strategie, durch Karrierecoaching und -beratung, durch Energetische Psychologie (z.B: EFT) und auch durch Hypnose-Coaching. Im Rahmen der Coachingausbildung habe ich einen guten Einblick darin bekommen, welche Tools und Methoden es gibt, welche davon mir gut liegen und welche weniger gut. Das Modul „Positionierung“ hat für mich die Sache abgerundet und mich sehr dabei unterstützt, meinen eigenen Weg zu finden.

Neben den Vor-Ort Modulen gehören zur Ausbildung noch ausbildungsbegleitende Aufgaben, die jeder für die Zertifizierung zu erledigen hatte. Zu jedem der 12 Module gab es Kompetenzaufgaben zu lösen, wir hatten zwei Fachliteraturen und zwei Fachfilme, die wir gemeinsam besprochen haben, wir hatten Supervisionen und diverse Peergruppentreffen, in denen ich mit den anderen Auszubildenden nochmal den Inhalt und verschiedene Coachings und Methoden reflektieren konnte sowie 12 Stunden Coaching mit „echten“ Klienten, von denen ich 4 protokollieren durfte. Die letzten Monate waren also vollgepackt mit Coachingerfahrungen.

Anfang Juni habe ich die Aufgaben und Protokolle abgegeben. Ein sehr gutes Gefühl, so einen großen Teil abhaken zu dürfen. Zur Zertifizierung gehört außerdem das so genannte „Live-Coaching“. Jeder der Auszubildenden coacht innerhalb von 40 Minuten vor der Gruppe einen Mitstreiter und bekommt nochmals umfassendes Feedback. Solche Situationen, in denen ich beobachtet und beurteilt werde gehören nicht zu meinen Stärken, aber auch diese Hürde habe ich gemeistert. Ich habe meiner Klientin mithilfe von Hypno-Coaching das gewünscht Gefühl von Balance aus ihrer Vergangenheit geholt und geankert. Sie war vollauf zufrieden.

Diese Woche hatten wir noch unsere letzten beiden Module – jeder hat eine selbst erdachte Coaching Intervention vorgestellt und wir haben feierlich unsere Zertifikate übergeben bekommen und unsere Erfolge gebührend gefeiert.

     

Nun darf ich voller Stolz mein Zertifikat in den Händen halten. Ich bin dankbar, für die wertvolle Zeit. Dankbar für meine Wegbegleiter und für alle Klient*innen, die ich bisher begleiten durfte. Und ich freue mich unfassbar auf die vielen, die noch folgen werden. Ich bin sehr glücklich diese Erfahrung gemacht zu haben. Sie ist der Startschuss in einen neuen Abschnitt. Ich freue mich darauf, mein Wissen zu vertiefen, auf meine Arbeit als Coach, Menschen auf ihrem Weg unterstützen zu dürfen und ein bisschen mehr Licht und Zufriedenheit in die Welt zu bringen.